Kölner Initiative Grundeinkommen

Die Re-Humanisierung der Gesellschaft? Psychologische Aspekte eines bedingungslosen Grundeinkommens

Prof. Theo Wehner erforscht als Arbeits- und Organisationspsychologe u.a. auch menschliche Tätigkeitsmotive. Ihm erscheint derzeit das Modell eines bedingungslosen Grundeinkommens weniger utopisch als der Mythos von der Vollbeschäftigung.

Auszüge:

»Vollbeschäftigung ist – wenn man einmal von sittenwidrigen Verträgen und Dumpinglöhnen absieht – die utopischere Vorstellung als jene des bedingungslosen Grundeinkommens.«

»So wie wir mit dem Eintritt in die Gesellschaft die Bürgerrechte bedingungslos bekommen, so kann man sich durchaus vorstellen, dass ein Grundeinkommen, bedingungslos und über der Armutsgrenze liegend, jedem Bürger und jeder Bürgerin gewährt wird.«

»Bei aller Reserve gegenüber der Anthropologie lässt sich zusätzlich sagen: «Auf das Tun-Können kommt es gerade des Geistes wegen an», so dass wir nicht von einem Menschenbild ausgehen sollten, welches die Verweigerung von Tätigsein unterstellt, sondern genau vom Gegenteil.«


Hier das Interview mit Prof. Wehner in der Zeitschrift Psychoscope:
PSC_12_09_InterviewWehner.pdf

Prof. Dr. Theo Wehner ist seit 1997 ordentlicher Professor für Arbeits- und Organisationspsychologie an der ETH Zürich und beschäftigt sich seit einigen Jahren auch mit Motivationspsychologie in der freigemeinnützigen Tätigkeit.
Er hat schon mehrfach Stellung zum Thema «bedingungsloses Grundeinkommen» bezogen. Derzeit unterstützt
er den deutschen Philosophen, Soziologen und bGE-Vordenker Dr. Sascha Liebermann im Rahmen einer
Forschungskooperation.

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