Kölner Initiative Grundeinkommen

Sternstunde Philosophie: Moralspritze für die Wirtschaft

Der Wirtschaftsethiker Peter Ulrich im Gespräch mit Roger de Weck

«Wo bleibt die fundierte Kritik an der Wissenschaft der politischen Ökonomie, deren Lehrbücher doch die Drehbücher der gegenwärtigen Krise sind?», fragte die Frankfurter Allgemeine Zeitung Anfang April 2009. Schliesslich hat die Finanzbranche der Welt eine Krise beschert, wie sie seit den 1930er Jahren nicht mehr da war. Umso dringlicher stellt sich nun auch in der Ökonomie die Frage nach Werten. Kann eine Wirtschaft überhaupt wertfrei funktionieren? Inwiefern kann Moral ein marktwirtschaftliches System kritisch begleiten? Und verändert die Finanzkrise tatsächlich unser wirtschaftliches Handeln nachhaltig? Mehr als zwei Jahrzehnte hatte Peter Ulrich den ersten und bisher einzigen Lehrstuhl für Wirtschaftsethik in der Schweiz inne. Nun wurde er Anfang Mai emeritiert. Sein Institut für Wirtschaftsethik an der Universität St. Gallen hat Ende März 2009 für Schlagzeilen gesorgt, als Vizedirektor Ulrich Thielemann in Berlin die Schweizer Steuerpolitik kritisierte und dem Staat fehlendes Unrechtsbewusstsein vorwarf. Was aber genau will die Wirtschaftsethik erreichen? Warum braucht es sie, und warum gerade in der Schweiz? Wie es diesem Fach gelingen könnte, dem Nützlichkeitsdenken der Ökonomen etwas entgegenzusetzen, erklärt Peter Ulrich im Gespräch mit Roger de Weck.

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